Digitales Gründerzentrum, Ingolstadt
Auftraggeber: INKoBAU GmbH Ingolstadt
Leistungsphasen: 1–8
Honorarzone: IV
Zeitraum: 2018–2023
Planungsgebiet: 7200 qm
Baukosten: 1,27 Mio € netto
Architekten: Falk von Tettenborn Architects
BIM Preis Bayern 2023, Kategorie Nachhaltigkeit
Das Planungsgebiet des Digitalen Gründerzentrums liegt im Bereich des ehemaligen Befestigungsrings. Hier sind großflächig historische Bauwerksreste und verfüllte Grabenanlagen der Festung vorhanden, sowie weitere Bodendenkmäler, die in der Freianlagenplanung zu berücksichtigen waren.
Mit dem neu entstandenen Digitalen Gründerzentrum im denkmalgeschützten Kavalier Dalwigk Bauwerk soll die Region bei den Herausforderungen der Digitalisierung nachhaltig unterstützt werden, sowie die Wirtschaftsstruktur durch eine aktive Digital-Start-Up-Szene gestärkt werden. Das gestalterische Gesamtkonzept für den Freiraum um den Dalwigk bindet nahtlos in das Gießereigelände mit den anderen Nutzungen ein.
Elementar für diesen Bereich ist die gestalterische Herausstellung der historischen Festungsfundamente im Boden. Diese werden über die Plattenbeläge abgebildet. Dieses Thema zieht sich durch das gesamte Gießereigelände und wurde bereits bei den benachbarten Projekten umgesetzt. Da die Freiflächen hoch frequentiert sind, wurden sie überwiegend befestigt. Grünelemente wie Staudenbepflanzungen, Magerrasen, Bäume, etc. kommen spärlich, aber gezielt zum Einsatz, auch vor dem Hintergrund, dass die Blicke auf den Dalwigk freigestellt sein sollen.
Die Freianlagen sind insgesamt weit und offen gestaltet. Durch diese Offenheit werden viele Blickbezüge möglich, z.B. auf den Dalwigk, das Neue Schloß, über die Donau und das Glacis. Offene, nur wenig programmierte Freiräume, bieten ein hohes Maß an Selbstverwirklichung für die Nutzer. Ein Dachbereich des Neubaus wurde als strukturreiches extensives Gründach u.a. mit Nisthügel für bodenbrütende Bienen, Totholz und Stammabschnitte kleiner Äste angelegt.
Das DGZ versteht sich als Pilotprojekt für die BIM Anwendung und erhielt den BIM Preis Bayern 2003 in der Kategorie Nachhaltigkeit.
BIM-Modell: Arbeitsstand, Simulation Hochwasser
Verlegedetail
Dachbegrünung
BIM-Preis Bayern 2023