Kita und Langschloss, Schloss Babenhausen
Auftraggeber: Fürst Fugger Zentralverwaltung
Leistungsphasen: 1–9
Honorarzone: IV
Zeitraum: seit 2020, 1. BA Kita Fertigstellung 05/2024, Langschloss 2025
Planungsgebiet: 1,2 ha
Baukosten: 1,75 Mio € netto
Das Schloss Babenhausen ist Stammsitz der Fürsten Fugger-Babenhausen, historisches Wahrzeichen des Marktortes und eines der bedeutensten Renaissanceschlösser in Süddeutschland.
Der hervorragende Großbaumbestand und die historischen Bauwerke bestimmen den besonderen Charakter des Ortes. Seit mehreren Jahren entwickelt die fürstliche Zentralverwaltung Nachnutzungskonzepte für die denkmalgeschützten Gebäude und Anlagen.
Die geplanten Freianlagen dienen der Einbettung der baulichen Umstrukturierung. Sie sollen sich selbstverständlich in das denkmalgeschützte Umfeld der historischen Schlossgärten und Parkanlagen einfügen und Bestehendes und Neues miteinander verknüpfen.
Das ehemalige Ökonomiegebäude (alte Brauerei) wurde als Kindertagesstätte und Kinderkrippe umgebaut und erweitert. Und das Langschloss wird als Verwaltungsbau für einen ansässigen Lebensmittelbetrieb nutzbar gemacht. Besonderer Fokus der Landschaftsarchitektur liegt auf der landschaftlichen Einbettung und Erschließung, insbesondere für Fußgänger, die über eine neu geschaffene Rampe vom Ortskern kommend die neue Marktfläche im Ökonomiehof erreichen sollen.
Die Flächen der alten Ökonomiegebäude werden als neue Kita genutzt. Mit diesen Räumlichkeiten und den dazugehörigen Außenspielflächen entstand ein neuer Standort für fünf Kindergarten-Regelgruppen, einer Krippengruppe und einer Hortgruppe für insgesamt 165 Kinder.
Durch den Rückbau des ehemaligen Gärtnereibaus wurde ein großzügiger Garten mit einer Fläche von 1500 qm angelegt. Der Garten ist im Westen durch die Kita, im Norden durch eine historische, freistehende Mauer, im Osten durch eine Hecke und im Süden zum Schlosspark durch Gehölzstrukturen gefasst. Die allseitig begrünte Fassung erzeugt den Raumeindruck einer Waldlichtung, in dem lockere Gehölzgruppen eine räumliche Zonierung bieten. Ein mäandrierendes, farbiges Asphaltband bildet das umlaufende Rückgrat des Gartens, von dem aus die Spielbereiche erschlossen sind.
Im kleineren Krippengarten (230 qm) ist eine großzügige Terrasse um einen Sandspielbereich das zentrale Element. Daneben gibt es eine kleine Wiese mit weiterer Spielgerätausstattung. Ein von einer Hecke gesäumter Zaun fasst das Gartengrundstück umlaufend ein.
Entwurfsplan
Krippengarten
KIGA Garten
Detail KIGA Garten
Schnitt: Neuer Zugang zum Schloß
Zonen
Entwurf